Immer mehr deutsche Haushalte steigen von Gas auf Induktion um. Das ist kein Zufall: Induktion ist effizienter, sicherer und passt perfekt in eine Küche, die für die Zukunft gerüstet ist. Aber was musst du konkret regeln? Und welche Förderung gibt es in Deutschland?
Deutschland sagt dem Erdgas lebewohl
Die energetische Sanierung von Gebäuden ist in Deutschland in vollem Gange. Das Gebäudeenergiegesetz (GEG) schreibt vor, dass neue Heizungsanlagen ab 2024 zu mindestens 65% mit erneuerbaren Energien betrieben werden müssen. Städte wie Berlin, Hamburg und München arbeiten an konkreten Wärmeplänen, um Bestandswohnungen schrittweise vom Gasnetz zu trennen. In Berlin gilt seit 2023 ein Anschlussverbot für Gas in Neubauten.
Kochen auf Induktion hat einige konkrete Vorteile gegenüber Gas. Die Temperatur lässt sich präzise und blitzschnell regeln. Es ist sicherer: kein offenes Feuer, und die Platte selbst wird kaum heiß. Und während ein Gasherd nach dem Kochen oft eine aufwendige Reinigung erfordert, ist ein Induktionskochfeld in Sekunden sauber gewischt.
Induktion, Keramik oder Gas: Was kostet es wirklich?
Nicht alle Elektrokochfelder sind gleich. Induktion ist effizienter als Keramik oder klassisches Elektrokochen, weil die Energie direkt in den Topf gelangt, statt in die Platte selbst.
| Kochfeld | Effizienz | Jährliche Kosten (Richtwert) |
|---|---|---|
| Induktion | ~85% | Am niedrigsten |
| Keramik | ~65% | Mittel |
| Gas | ~40-50% | Abhängig vom Gaspreis |
Laut der Verbraucherzentrale kann ein Induktionskochfeld mit Energielabel A+++ einem durchschnittlichen Haushalt bis zu €60 pro Jahr im Vergleich zu einem Keramikkochfeld einsparen. Diese Energieeinsparung steigt weiter, wenn du häufiger kochst oder von Gas umsteigst. Möchtest du deinen Energievertrag vergleichen? Plattformen wie Verivox oder Check24 helfen dir, den günstigsten Tarif zu finden.
Tipps für elektrisches Kochen
Achte beim Kauf bewusst auf ein Induktionskochfeld mit einem günstigen Energielabel. Das Energielabel, das auf allen neuen Kochfeldern ausgewiesen werden muss, gibt einen guten Anhaltspunkt für den Verbrauch. Ein A+++ Modell verbraucht deutlich weniger als ein Keramik- oder älteres Elektrokochfeld.
Die Technik entwickelt sich ständig weiter: neuere Induktionsherde sind immer sparsamer und schneller. Je grüner das Stromnetz wird, desto nachhaltiger wird Induktion. Kochen auf Gas hat immer einen festen CO₂-Ausstoß, während Induktionskochen automatisch sauberer wird, sobald der Strommix das auch ist.
Planst du einen Umbau oder eine neue Küche?
Sorge dann für eine gute Stromversorgung. Ein separater Stromkreis (Kochkreis) für den Herd ist nach VDE 0100-Norm vorgeschrieben. Dieser führt direkt von der Sicherungsbox in die Küche und darf nicht mit anderen Geräten geteilt werden.
Hast du einen Altbau aus der Zeit vor 1990? In Berliner Gründerzeitbauten, Münchner Altbauwohnungen oder Hamburger Backsteinreihenhäusern sind Sicherungskästen häufig kompakt, sodass eine Ausrüstung auf Drehstrom (3-phasig) nötig sein kann. Lass das immer von einem zertifizierten Elektriker prüfen. Über den ZVEH findest du zertifizierte Installateure in deiner Nähe.
Prüfe auch, ob deine vorhandenen Töpfe induktionsgeeignet sind. Mehr dazu in unserem Ratgeber Pfannen für Induktion: worauf du achten solltest.
Förderung für deutsche Haushalte
Für den Induktionsherd selbst gibt es in Deutschland keine direkte staatliche Kaufförderung. Die notwendigen Elektroinstallationsarbeiten können unter bestimmten Voraussetzungen jedoch gefördert werden.
KfW – BEG Einzelmaßnahmen: Über die KfW können elektrische Installationsarbeiten im Rahmen einer größeren energetischen Sanierung gefördert werden. Der Zuschuss beträgt 15 bis 20% der förderfähigen Kosten, bis zu €4.500 als Einzelmaßnahme.
BAFA – Bundesförderung effiziente Gebäude: Das BAFA fördert Sanierungsmaßnahmen an der Anlagentechnik. In combinatie met een iSFP-energieberatungsplan zijn bis zu 20% Förderung möglich.
Regionale Programmes: Bundesländer wie Bayern, NRW und Berlin bieten zusätzliche Förderprogramme. Prüfe die aktuellen Angebote über den Förderkompass deines Bundeslandes oder wende dich an eine kostenlose Energieberatung der Verbraucherzentrale.
Neues Kochgeschirr nötig?
Nicht alle Töpfe funktionieren auf Induktion. CuliStack Pfannen funktionieren auf allen Herdarten: Gas, Elektro, Keramik und Induktion, einschließlich moderner Induktionsherde mit Topferkennung. Mehr als 100.000 Haushalte kochen bereits mit CuliStack, bewertet mit 4,5 von 5 auf Trustpilot. Sieh dir die Pfannensets an oder lies unseren Ratgeber über Pfannen für Induktion.
Häufig gestellte Fragen
Ist Induktionskochen wirklich sparsamer als Gas?
Ja. Induktion ist effizienter: etwa 85% der Energie gelangt in den Topf, gegenüber 40 bis 50% bei Gas.
Gibt es Förderung für ein Induktionskochfeld?
Nicht für den Herd selbst, aber die Elektroinstallationsarbeiten können über KfW oder BAFA gefördert werden. Zusätzlich bieten viele Bundesländer eigene Programme an.
Muss ich meine Küche umbauen?
Nicht immer. Du benötigst jedoch einen separaten Kochkreis. In Altbauten in Berlin oder München ist häufig ein Drehstromanschluss erforderlich. Lass das von einem ZVEH-Elektriker prüfen.
Sind alle Töpfe für Induktion geeignet?
Nein, nur Töpfe mit magnetischem Boden. Teste mit einem Kühlschrankmagnet. CuliStack Pfannen funktionieren auf allen Herdarten.
Kann ich Induktion mit Solarstrom kombinieren?
Auf jeden Fall. Tagsüber mit eigenem Solarstrom zu kochen ist ideal und spart zusätzlich.