Kurz zusammengefasst
- Weiße Spargel kocht man 8 bis 12 Minuten, abhängig von der Dicke. Dünne Spargel sind schneller gar als dicke.
- Grüne Spargel brauchen nur 5 bis 8 Minuten und müssen nicht geschält werden.
- Die Spargelsaison läuft von Anfang April bis zum 24. Juni. Kaufen Sie sie beim Bauern für die frischeste Qualität.
- Werfen Sie das Kochwasser niemals weg: Es ist die perfekte Basis für eine Spargelsuppe.
Jedes Jahr ist es wieder so weit, sobald die ersten Spargel der Saison in den Regalen liegen. Aber dann steht man doch wieder vor der Frage: Wie lange kocht man sie eigentlich? Und was genau ist der Unterschied zwischen weiß und grün? In diesem Artikel beantworten wir diese Fragen, geben praktische Kochtipps und zeigen Ihnen, was Sie danach noch mit dem Kochwasser machen können.
Wie lange kocht man weiße Spargel?
Weiße Spargel kocht man 8 bis 12 Minuten in leicht gesalzenem Wasser. Wie lange genau, hängt von der Dicke der Stangen ab. Stechen Sie am Ende der Kochzeit mit einer Gabel in das untere Ende einer Spargel: Fühlen Sie kaum Widerstand, sind sie gar.
Dünn oder dick: wie viele Minuten macht das aus?
Dünne Spargel benötigen weniger Kochzeit als dicke. Als Faustregel gilt:
- Dünne Spargel (Durchmesser bis ca. 1 cm): 5 bis 8 Minuten
- Mittelgroße Spargel (1 bis 1,5 cm): 8 bis 12 Minuten
- Dicke Spargel (über 1,5 cm): 12 bis 15 Minuten
Dünne Spargel sind praktisch, wenn Sie schnell etwas auf den Tisch bringen möchten: Sie sind im Nu fertig und schmecken genauso gut. Möchten Sie sicher sein, dass sie gar sind? Nehmen Sie eine Spargel aus dem Wasser und biegen Sie sie leicht: Sie sollte ein wenig nachgeben. Tut sie das, ist sie perfekt. Bleibt sie steif, geben Sie ihr noch ein oder zwei Minuten.
Möchten Sie Ihre Spargel lieber bissfest? Dann nehmen Sie die untere Zeitangabe der Kochzeit.
Wie lange kocht man grüne Spargel?
Grüne Spargel sind in 5 bis 8 Minuten fertig. Sie sind dünner als weiße und müssen nicht geschält werden. Schneiden Sie nur das holzige Ende ab (etwa 2 cm) und Sie können direkt loslegen.
Grüne Spargel eignen sich neben dem Kochen auch hervorragend für andere Zubereitungen. Kurz grillen oder sautieren verleiht ihnen eine leichte Bissfestigkeit und einen leicht nussigen Geschmack. Möchten Sie wissen, wie das geht? Lesen Sie dann unseren Leitfaden zum Sautieren in vier Schritten. Sie können sie auch zuerst kurz blanchieren und danach grillen, um ein knuspriges Ergebnis zu erzielen.
Grüner Spargel enthält etwas mehr Vitamin C und Antioxidantien als weißer, da er über der Erde wächst und Sonnenlicht aufnimmt.
Was ist der Unterschied zwischen weißem und grünem Spargel?
Der wichtigste Unterschied liegt in ihrem Wachstum. Weißer Spargel wächst unter der Erde, fern vom Sonnenlicht. Deshalb bleibt er weiß, ist milder im Geschmack und hat eine etwas zartere Textur. Grüner Spargel wächst über der Erde, bekommt Sonnenlicht und entwickelt so seine grüne Farbe und einen würzigeren, frischeren Geschmack.
Es gibt noch weitere praktische Unterschiede:
- Schälen: Weißer Spargel wird immer geschält, von knapp unter dem Kopf bis zum Ende. Grüner Spargel muss nicht geschält werden.
- Kochzeit: Weiß braucht 8 bis 12 Minuten, grün nur 5 bis 8 Minuten.
- Verwendung: Weißer Spargel passt gut zu klassischen Zubereitungen. Grüner Spargel ist vielseitiger: auch geeignet für Wokgerichte, Salate und Grillgerichte.
Kurz gesagt: Weißer Spargel ist traditionell und zart, grüner ist knackig und intensiv im Geschmack.
Wie bereitest du Spargel zum Kochen vor?
Gute Vorbereitung macht das Kochen viel einfacher. So gehst du vor:
- Spüle den Spargel unter kaltem Wasser ab.
- Schneide 1 bis 2 cm vom unteren Ende ab. Dieser Teil ist zu faserig und schmeckt bitter.
- Schäle die weißen Spargel mit einem Sparschäler, von knapp unter dem Kopf nach unten. Achte darauf, keine Schalenreste zu hinterlassen.
- Optional: Lege den Spargel eine halbe Stunde in kaltes Wasser. Er saugt sich voll und lässt sich dann besser schälen.
Lege beim Schälen ein Blatt Küchenpapier unter den Spargel. Das saugt die Feuchtigkeit auf, sodass die Arbeitsfläche trocken bleibt und du hinterher wenig aufräumen musst.
Wann ist Spargelsaison?
Die Spargelsaison in den Niederlanden läuft von Anfang April bis zum 24. Juni. Dieses Datum ist kein Zufall: Am Johannistag endet die Ernte, damit die Spargelpflanze den Rest des Sommers regenerieren und neue Energie für die nächste Saison sammeln kann.
Die besten Anbaugebiete sind Nordbrabant und Limburg, wo die Sandböden ideal für den Anbau des weißen Goldes sind.
Tipp! Kaufe Spargel beim Bauern, wenn du die Gelegenheit hast. Er kommt dann direkt vom Feld und ist so frisch wie möglich. Bei vielen Bauernhöfen kannst du ihn außerdem bereits geschält mitnehmen, was dir viel Arbeit erspart.
Wie macht man Spargelsuppe aus dem Kochwasser?
Wirf das Kochwasser nach dem Kochen niemals weg. Es ist voller Spargelgeschmack und die perfekte Basis für Spargelsuppe.
Binden Sie die Kochflüssigkeit mit einer einfachen Mehlschwitze und Sie haben in 15 Minuten eine cremige Spargelsuppe auf dem Tisch. Verwenden Sie die Flüssigkeit am besten am selben Tag, wenn der Geschmack noch am besten ist.
So machen Sie eine Mehlschwitze:
- Schmelzen Sie ein Stück Butter in einem Soßentopf bei mittlerer Hitze.
- Fügen Sie einen Esslöffel Mehl hinzu und rühren Sie sofort, bis eine glatte, leicht goldfarbene Mischung entsteht. Lassen Sie die Mehlschwitze 1 bis 2 Minuten backen, damit der Mehlgeschmack verschwindet.
- Geben Sie die warme Kochflüssigkeit nach und nach hinzu und rühren Sie jede Zugabe vollständig glatt, bevor Sie mehr hinzufügen. So vermeiden Sie Klümpchen.
- Lassen Sie die Suppe 10 Minuten sanft weiterköcheln.
Ein Schneebesen ist traditionell das ideale Werkzeug, um eine Mehlschwitze und Soße klumpenfrei glatt zu rühren. Haben Sie keinen Schneebesen? Dann funktioniert ein Silikonspatel auch gut, besonders weil Sie die Flüssigkeit nach und nach hinzufügen. Der NoTouch Mixspatel ist hitzebeständig bis 250 °C und zerkratzt die Antihaftbeschichtung Ihres Topfes nicht.
Möchten Sie lieber keine Mehlschwitze? Pürieren Sie dann einige der gekochten Spargelstangen mit einem Stabmixer und rühren Sie sie zusammen mit einem Schuss Sahne in die Brühe. Das ergibt eine leichtere, aber dennoch vollmundige Suppe.
Womit serviert man Spargel?
Die klassische Kombination ist weißer Spargel mit einem weichgekochten Ei, Butter und gekochtem Schinken. Diese Kombination bleibt ein fester Favorit in der Spargelsaison. Möchten Sie lieber vegetarisch? Dann schmeckt Spargel auch köstlich mit einem Ei, etwas geschmolzener Butter und frischer Petersilie, ohne Schinken.
Für die Menge gilt eine einfache Richtlinie:
- Als Hauptgericht: rechnen Sie mit etwa 500 Gramm pro Person.
- Als Vorspeise oder Beilage: 150 bis 200 Gramm pro Person sind ausreichend.
Möchten Sie mehr Inspiration, welcher Topf wofür bei verschiedenen Gerichten verwendet wird? Lesen Sie dann unseren Leitfaden welcher Topf wofür.
Genießen Sie die Saison, solange sie dauert
Spargel kochen ist nicht kompliziert, wenn man die Kochzeiten kennt. Weißer Spargel braucht etwas mehr Geduld als grüner, dünne Stangen sind schneller gar als dicke, und das Kochwasser verdient immer ein zweites Leben als Suppe. Verwenden Sie einen großen Topf, damit die Spargelstangen vollständig bedeckt sind und gleichmäßig garen. Die Saison dauert nur bis zum 24. Juni, also schlagen Sie zu, solange es geht.